Dissertation schreiben

Stand: 21. 09. 2017

Wenn Sie eine Dissertation verfassen wollen, haben Sie sich viel vorgenommen. Eine Dissertation in wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Fächern (beispielsweise Dissertation BWL oder Dissertation Pädagogik) basiert grundsätzlich auf einer wissenschaftlichen Fragestellung, welche eigenständig mit wissenschaftlichen Methoden und geeigneter Literatur beantwortet werden soll.

Der erste Schritt hierbei ist die Themenfindung. Bei dieser ist Ihnen sicherlich Ihr Doktorvater behilflich. Eine wichtige Rolle spielt dabei, welches Thema Sie persönlich interessant finden. Zweitens muss das Thema wissenschaftlich wie praktisch relevant sein – Sie sollten einen Zeitungsartikel und eine wissenschaftliche Quelle finden, die „Ihr“ Thema anspricht. Dabei werden Sie feststellen, dass ein aktuelles Thema zwar spannend erscheit, jedoch kaum geeignete Literatur aufzufinden sein wird – es ist schlicht und einfach zu neu. Drittens muss das Thema ausreichend fokussiert (konkretisiert) werden: Über „Marketing für kleine und mittelständische Unternehmen“ könnten (und müssten) Sie ein mehrbändiges Lexikon verfassen; „Möglichkeiten der Kundenakquise in Blogs als Marketinginstrument für kleine und mittelständische Unternehmen“ hingegen ist schon viel konkreter.

Wenn Sie ein Thema gefunden haben, beginnen Sie mit der Literaturrecherche. Hierfür bieten sich an:

  • Wissenschaftliche Fachzeitschriften – die meisten gibt es in der Unibibliothek auch online
  • Buchhandlungen – beispielsweise Amazon; auch Google Books ist eine nicht zu unterschätzende Wissensquelle
  • Fachspezifische Datenbanken
  • Literaturverzeichnisse in themennahen Arbeiten
  • Internet

Primärquellen sind dabei Sekundärquellen vorzuziehen, um den wissenschaftlichen Anspruch der Dissertation zu unterstreichen . Primärliteratur sind vor allem wissenschaftliche Artikel, Arbeitspapiere und Dissertationen; als Sekundärliteratur werden Lehrbücher, Sammelbände und Enzyklopädien gesehen.

Wenn Sie mit dem Schreiben beginnen, machen Sie vorher eine Gliederung. Die sollte etwa so aussehen:

  1. Einleitung
  2. Hauppteil
  3. Fazit

Überlegen Sie sich dann, wie sich der Hauppteil weiter aufgliedern lässt. Im obigen Beispiel müssen Sie die Bereiche „Marketing“, „kleine und mittelständische Unternehmen“, „Blogs“ und „Kundenakquise“ bearbeiten – und dann alles zusamenführen.

Lesen Sie anschließend die gefundene Literatur gezielt auf Beiträge zu den einzelnen Unterpunkten durch – und notieren dies schon in Ihrer Entwurfsvorlage. Wenn Sie von Beginn an die Quellen in korrekter Zitierweise angeben, sparen Sie sich später viel Arbeit. Das gleiche gilt für das Literaturverzeichnis.

Sollten Sie Zeitprobleme haben, es an Motivation fehlen oder Sie an einer Stelle überfordert sein, tauschen Sie sich mit Kommilitonen aus, reden Sie mit Ihrem Betreuer, oder wenden Sie sich vertrauensvoll an uns – ein Coaching von Dr. Kerner hat schon so manchem geholfen.